(Bericht von C.W.)

Am gestrigen Samstag gastierte der VfL Vichttal zum Derby in der Delheid&Frommhold-Arena. Der SVE hatte sich für dieses Spiel viel vorgenommen, bot es doch die Chance auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze zu gehen. Jedoch sollte dieses Vorhaben durch einige Rückschläge immer wieder in Gefahr geraten.

So profitierte der Gast bereits in der ersten Spielminute von einem Missverständnis in der diese Saison meist so sicheren SV-Defensive, welches ein Eigentor und somit den sehr frühen Rückstand zur Folge hatte. Auch das zweite Tor der Stolberger Gäste ist nach einer regelrechten Fehlerkette sicherlich als kurios einzuordnen. In der Zwischenzeit hatte die Mannschaft durch Alex Draganidis nach schöner Vorlage von Albert Korotaev ausgleichen und das Spiel an sich reißen können. Der erneute Rückstand aus dem wohlbekannten Nichts erzielte bei den Eilendorfern nun sichtbar Wirkung. Der VfL ging nun aus allen neutralen Situationen als Sieger hervor, während die Gastgeber immer einen Schritt zu spät waren. So kassierte man auch kurz vor Pausenpfiff noch das 1:3 als Niklas Moll aus kurzer Distanz abstauben konnte. Es galt nun sich schnellstmöglich wieder aufzurichten um das schwerer Unterfangen Punktgewinn in der zweiten Halbzeit erfolgreich angehen zu können.

Tatsächlich zeigte das Team mit Wiederanpfiff eine tolle Mentalität und Körpersprache. Entschlossen drängte man den Gast weit in die eigene Hälfte und kam durch Tobi Knoben und Albert Korotaev zu guten Torchancen, ehe der erste Vichttaler Angriff im zweiten Spielabschnitt das 1:4 bedeutete (57. Spielminute) und eine fast aussichtslose Situation bedeutete. Die Mannschaft ließ sich diesmal jedoch nicht von ihrem Kurs abbringen und verkürzte nur eine Minute später durch einen direkten Freistoß von Albert Korotaev. Als wiederum nur zwei Minuten später Tobias Knoben den direkten Anschluss herstellte, war der Glaube bei allen spürbar. So konnte in der 65. Minute Vincent Dahmen nach schönem Angriff den Ausgleich erzielen. Auch in der Folgezeit waren die Schwarz-Weißen dem Siegtreffer näher als der Gast, welcher noch zu einem guten und gefährlichen Abschluss kam. Auf der Seite des SVE scheiterte man nun immer wieder knapp am Führungstreffer, was sich durch insgesamt drei Aluminiumtreffer der Mannschaft in diesem Spiel belegen lässt, sodass es beim 4:4 blieb.

Insgesamt ein Resultat, das gemischte Gefühle hervorruft. Auch wenn man in der ersten Halbzeit teils unfassbare Gegentreffer und somit herbe Nackenschläge kassierte, war die Präsenz, Aggressivität und Körpersprache in vielen Situationen weit entfernt von den eigenen Ansprüchen. Gleichwohl waren eben jene Punkte und die mentale Stärke nach Wiederanpfiff und zwischenzeitlichem 1:4 beeindruckend und sollten Selbstvertrauen und Mut für die kommenden Aufgaben geben. Schon am Dienstag geht es zum Nachholspiel beim Top-Team aus Würm-Lindern.