SVE - GFC DÜren  0 : 3 (0 : 2)

Der SVE bestritt die Begegnung gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer mit Trauerflor. Unter der Woche waren mit Klaus Mollers - ehemaliger Trainer und langjähriger SVer und wahrlich eine Institution in Eilendorf - sowie Hans Gouder - über 60 Jahre Mitglied und bei allen Heimspielen der Jugend und Senioren ein zuverlässiger Gast - zwei dem Verein sehr verbundene Menschen verstorben, denen die SVE-Familie in stillem Gedenken verbunden bleibt. 

Der Gast war vor 250 Zuschauern auf dem Kunstrasen der Delheid&Frommhold Arena als Favorit in die Partie gegangen. Doch unser Team ging das hohe Tempo von Beginn an mit. Bis zur zwanzigsten Minute konnte man den Gast komplett vom Tor weghalten und kreierte seinerseits einige gefährliche Annäherungen.

Bereits da zeigte sich aber, dass es heute nur selten gelang, Torgefahr zu erzeugen. Dies lag zum einen sicher an der hohen Qualität des Gegners, aber auch an vielen Unzulänglichkeiten, die trotz großem Einsatz den Ball zu oft beim Gegner landen ließen. Wie gut und selbstbewusst, die in vielen Situationen auch einfach cleverer agierenden Gäste das Spiel dominierten, zeigte dann auch das Zustandekommen der Tore in Hälfte eins. Beim 1 : 0 reichte ein einfacher Ballverlust des SVE und ein geschickter Pass auf Wollersheim, der den Ball kompromisslos aus 20 Metern halblinker Position in die lange Ecke schoss (35.). Dass dann kurz darauf (38.) ein Freistoß aus dem Halbfeld von Hans Bresser unglücklich per Kopf ins eigene Tor verlängert wurde, war der deutliche Fingerzeit, dass der GFC auch heute nicht aus der Bahn zu werfen war. Die gute Einstellung blieb unserem Team auch im zweiten Durchgang erhalten, man versuchte das mögliche, doch richtig Gefahr vor das Tor von Thomas Mörs brachte man nur einmal zustande. Ceyhan Arslan scheiterte aus kurzer Distanz an der Schulter eines Abwehrspielers, der sich in den Ball warf und den Anschlusstreffer verhinderte (84.). Sicher wäre es dann nochmal richtig spannend geworden, doch so blieb es Toräger Strauch vorbehalten, mit dem Schlusspfiff (90.+4) gegen die weit aufgerückte Eilendorfer Deckung das sicher zu hohe 3 : 0 nachzulegen. In dieser Verfassung ist der GFC sicher der erste Kandidat auf den Aufstieg in die Mittelrheinliga, wo ein Verein mit diesen Mitteln und Möglichkeiten sicher auch hingehört.

Trainer Achim Rodtheut sprach nach dem Spiel von einer engagierten Leistung seiner Mannschaft, die sich aber zu oft das Leben schwer gemacht habe. "Wir können aus diesem Spiel sehr viel lernen, da war in Sachen Cleverness und Abgezocktheit schon teilweise Anschauungsunterricht dabei. Nach vorne haben wir das heute nicht gut gemacht, da wäre sogar mehr möglich gewesen. Glückwunsch aber an den Gegner, denn dieser Sieg ist zweifelsohne verdient. Auch wenn wir beim Zustandekommen der Gegentore ziemliche Schützenhilfe geboten haben."

Am kommenden Sonntag spielt der SVE um 15:30 Uhr das Lokalderby bei Hertha Walheim.