Hertha Walheim - SVE  4 : 2 (2 : 1)

Bei besten Fußballbedingungen sahen 450 Zuschauer ein packendes Lokalderby, bei dem der SVE auch ohne fünf Stammkräfte eine Leistung ablieferte, die bei allen Anwesenden durchaus Respekt hervorrief. Die frühe Führung der Herthaner (9.), schön über die linke Seite herausgespielt und spektakulär volley von Manuel Krebs am langen Pfosten vollendet, ließ die SVE-Fans schon Schlimmes befürchten.

Doch unser Team zeigte von Beginn an Moral und hielt engagiert dagegen. So nutzte Emrah Cebeci einen weiten Ball und behielt vor Schäfer die Nerven. Es hieß 1 : 1 und die vielen SVE Fans jubelten. In der Folge suchte der Gastgeber mit seinem starken Passspiel immer wieder Lösungen Richtung SVE-Tor, doch unserer Defensive gelang es mit hohem Aufwand und meist cleverem Defensivverhalten fast alle Torgefahr wegzuhalten. Statovci scheiterte einmal freistehend, doch ansonsten blieb es ruhig. Leider gelang es nicht, mit dem durchaus möglichen Unentschieden in die Pause zu gehen. Und wie in den letzten Wochen schon viel zu oft, legte man sich das Ding quasi selber ins Netz! Auf die Schilderung verzichtet die Redaktion, denn das kann man gar nicht richtig rüberbringen. Statovci sagte danke! (43.)

Im zweiten Durchgang änderte sich wenig, der gute Schiedsrichter Patrick Dupont hatte mit der, trotz harter Zweikämpfe und vieler umkämpfter Situationen, stets fairen Partie keine Probleme. Der SVE wurde mutiger und schob nun weiter nach vorne. Dass sich unser Team dann aus einem eigenen Freistoß den nächsten Treffer aus der Kategorie "das darf doch nicht wahr sein.." einfing, sorgt auch in der Tabelle für eine immer unangenehmere Situation. Manuel Krebs bedankte sich für das Geschenk zum 3 : 1 (52.). Während andere Teams wahrscheinlich nun auseinandergefallen wären, reagierte der SVE sofort und schaffte nur 120 Sekunden später durch Furkan Günes auf tolle Vorarbeit von Emrah Cebeci den erneuten Anschluss. In der nächsten Viertelstunde hatte man das Geschehen dann immer mehr im Griff und die Hertha fing an nachzudenken und langsam das Heft aus der Hand zu geben. Aber auch hier konnte sie sich dann auf die Unterstützung des SVE verlassen. Ein langer Ball von Torwart Markus Schäfer wurde von der Defensive samt Torwart Mattis Klöpper falsch eingeschätzt und der eingewechselte Jonas Treu machte den Deckel drauf. (73.)

Bei allen SVE Akteuren wollte dann zwar der Kopf weiter, aber bei einigen war der Tank leer, was sicher nachvollziehbar ist. Positiv stellte das Trainerteam das Startelf-Comeback von Ceyhan Arslan heraus, der ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss erstmalig von Beginn und dann notgedrungen auch bis zum Schluss im Einsatz war. Auch die gute Leistung des A-Jugendlichen Orestis Kollias in seinem Pflichtspieldebut für die Erste Mannschaft muss man positiv bewerten.

So fiel das Fazit von Trainer Rodtheut diesmal trotz Niederlage zumindest in Teilen positiv aus: "Alle Spieler, die heute auf dem Platz standen, haben ihr Bestmögliches gegeben und beim Aufstiegsaspiranten durchaus positive Akzente gesetzt. Es ist aber wirklich unfassbar, was wir momentan für Gegentore kassieren. Das ist Slapstick pur, das geht einfach nicht und muss unbedingt ein Ende finden. Da sind wir jetzt alle gefordert."