SVE - Inde Hahn  2 : 3 (0 : 1)

Unter dem Strich steht eine Niederlage, die alle SVE-Fans, Spieler und Verantwortliche ziemlich fassungslos zurückblicken lässt. Wenn man im Fußball Beispiele für den Spruch "dumme Gegentore" suchen will, wird man in dieser Saison beim SVE leider viel zu leicht fündig. Und auch heute muss man ernüchtert feststellen, dass unser Team dem Gegner die Tore auf dem Silbertablett servierte. Und der nahm die Gaben dankend an und belohnte sich am Ende für eine Leistung nach dem Motto "wir haben unser Ding konsequent gemacht!"

Der SVE zeigte sich spielerisch deutlich verbessert und bestimmte die Partie in der ersten halben Stunde. Dies zwar ohne die richtigen Torchancen, aber mit deutlich mehr Spielanteilen. Gerade als die gut 250 Zuschauer das Gefühl hatten, die Führung liege in der Luft, fiel sie auch, nur auf der aus SVE Sicht falschen Seite. Hahn setzte sich viel zu einfach über ihre rechte Seite durch und die eigentlich ungefährliche Hereingabe ließ die Innenverteidigung durch und Drame sagte Danke! (30.). Hahn setzte nach, der SVE schwamm kurz, konnte sich dann aber befreien und kam zur großen Ausgeichschance, als Serkan Offermann im Sechzehner gefoult wurde. Niklas Valerius scheiterte aber an Torwart Flecken. Der Pausenstand war enttäuschend und ließ eine deutliche Steigerung des SVE erwarten, die auch erfolgte. Man erhöhte den Druck und bekam doch wieder einen vor den Bug. Nach einer Ecke von Grümmer kam Drame zwischen vier SVern, die alle einen Kopf größer waren am Fünfmeterraum zum Kopfball und es hieß 0 : 2 (52.). Erneut ein Gegentor, das niemals fallen darf. Wieder brauchte der SVE einige Momente, um sich zu fangen, doch dann begann eine -fast schon übliche- positive Reaktion. Nach jeweiliger energischer Vorarbeit von Massimo Walbert erzielten Nikals Valerius (62.) und Furkan Günes (71.) den verdienten Ausgleich und sorgten wohl für eine zu große Euphorie Stimmung, die der FC Inde Hahn brutal ausnutzte. Und erneut war es ein kollektives Defensivversagen nach einer Ecke, das dem Gast ein viel zu leichtes Tor ermöglichte. Trotz großer Überzahl im eigenen Fünfmeterraum gelang es nicht, den Ball konsequent zu klären und diesmal sagte Schmitz danke (73.). Wieder hatte man sich die mit Moral erarbeitete gute Ausgangssituation kaputt gemacht und krempelte nochmal die Ärmel hoch. Doch wie das dann meistens so kommt im Fußball, konnte man das Glück nicht erzwingen. Lukas Klein-Brömlage, Emrah Cebeci und kurz vor Schluss die Mega-Chance durch Hans Bresser, der den Ball mit letztem Einsatz aus zwei Metern über die Latte des leeren Tores beförderte, konnten den Ball nicht im Tor unterbringen und beim Schlusspfiff von Schiri Andor Schmitz jubelten die Gäste.

Fazit der Redaktion: Es wird Zeit, dass die Fehler in der Defensive durch mehr Konsequenz und Zweikampfverhalten abgestellt werden, damit wir dem Gegner nicht immer die Tore auf dem Silbertablett servieren. Der SVE befindet sich nach dem heutigen Spiel definitiv im Abstiegskampf. Dazu muss man die erforderlichen Tugenden abrufen. Sicher darf man aber auch nicht in Panik zu verfallen, denn auch unsere Zuschauer sehen, dass viele Dinge besser werden.